RED CHILI, Kletterschuhe, Crashpads, Shirts, Sweater

By Stefan Glowazc


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Fontainebleau – the heart of bouldering

Red Chili Blog, 27.März 2015

Fontainebleau – place of origin of the activity, giving me so much: Bouldering. At the first time I got there about four years ago I was quite inspired by those peerless structured sandstone in the middle of those beautiful forest!

I saw many classic boulders, historic lines, with the desire to try and climb them one day! Two weeks ago I finally had this chance, as I spent eight days in the “forest” with my girlfriend, Franzi – her first bouldeing trip. To sum up with one single word: Stunning! Stunning lines, good conditions, by far one of the best accomodations I ever had during a bouldering trip and of course delicious food ;-)

After a nine hours drive we arrived on monday evening in “Bois le Roi”. A friend of mine showed us a really nice place to stay, 5 minutes from the area “Rocher Canon” and ten minutes from “Bas Cuvier” and “Apremont”, called “Gite Kailloux”, where we really enjoyed our time!

On tuesday morning unfortunatley we woke up by pattering rain on our window. Looked bad for bouldering during our first day, so we decided to cook a little “holiday – menu” and take a walk around “Bas Cuvier” in the afternoon. Unexpected, a few classics stood dry and I could cimb “L´Aerodynamite” (7B+/C) and “Aerosol” (7B+) in a few tries and also Franzi could do her first moves on sandstone.

Next day, next stop in “Petit Bois”, a little, shady spot in the really south of Nemours. Really to recommand, climbing during the summer! Last time I already did two beautiful lines “La Baleine” and “Big Jim” there. I could remember a big sloper arete called “Big Dragon” (8A+), well known from the Dosage movies. For me it´s also one the best lines I ever tried, regrettably I couldn´t finish the Problem, so I got a good aim for my next trip!

Next day we planned to spend our time in Paris: Waking up in warm sun shine, it seemed to be a wonderful day. After Louvre, Champs Elysees, Eiffel Tower and many other famous destinations, we came back after 11 hours – happy, tired and with many good memories! Rest days are the best days – or could it even get better?

The next days have also been special and unforgettable for both of us! I was able to send of many boulders I really wished to climb years ago: “La Balance sans”, “Bérézina – Carnage – assis” and maybe the best dyno in a climbers world “Rainbow Rocket” (all 8A), Apotheose (7C+), second go and few other easier but by far not worse than the other “big names”, including “Helicoptere” and “Cortomaltese”. Franzi could climb here first boulders in the upper fifth grade outdoor and got really close on some sixth, too! So cool!

All those time has been to short to try all great lines in this forest as our last day startet in Font. We had so much fun there and both have to return to finish off our projects!

Last but not least a few impressions in my latest Video – enjoy:

Fontainebleau – a week in paradise from Bechtold Fabian on Vimeo.

Text: Fabian Bechtold
Pic.: Franziska Lehner

Ein Ausblick auf die Red Chili Kollektion 2015

Red Chili Blog, 19.01.2015

Im Februar ist es soweit: Die neue, einzigartige Red Chili Kleidungskollektion und die neuen Schuhe Octan und Stratos kommen in die Läden und sind bereit von euch, in euren härtesten Projekten getestet zu werden.

Alles wurde von Red Chili Gründer Stefan Glowacz und seinem Team lange getestet und an allen Schwächen geschliffen. Hier seht ihr, was herausgekommen ist, mit einigen Bildern von unserem Shootin im türkischen Aldaglar Nationalpark:


Nasim Eshqi im Canyon des Nationalparks


Stefan Glowacz mit seinem Team


Fabi Bechtold an einem der vielen schönen Kalkblöcke


Nasim Eshqi bouldert unter der Abendsonne


Die neue Red Chili Indianerkollektion


Nasim in einem weiterem schönem Boulder


Stefan Glowacz rockt eine der unzähligen Routen im Canyon

USA Rock tour

Red Chili Blog, 04.11.2014 _ Fritz Miller und Flo Böbel unterwegs von San Francisco nach Denver, 26.09.–22.10.2014_

Yosemite Valley, Kalifornien. Das beste und bedeutendste Klettergebiet der Welt. Perfekte Felswände, schönes Wetter. Doch als wir zum ersten Mal Hand anlegen, ist es regnerisch und der seltsame Spalt, den wir zum Einklettern ausgesucht haben, sieht nicht gut aus. Flos einzige Zwischensicherung, ein etwas weit geöffneter 5er-Camalot, sieht ein paar feuchte Flechten später einen Sturz der Variante „Arschbombe“. Noch weniger elegant sind meine Bemühungen, in einem viel zu engen Kamin Höhe zu gewinnen… Dann fängt es wieder an zu regnen. Wo sind wir nur gelandet!?

„Take! Take!! Take, motherf****!!!“*

Ok, wir sollten wohl erst mal kleine Brötchen backen. Der El Capitan „East Buttress“ erscheint angemessen. Tatsächlich läuft es diesmal besser, sodass wir bei der Routenauswahl für den nächsten Tag wieder etwas mutiger sind. „It is hard to imagine a more perfect pillar of rock than The Rostrum”, sagt der Kletterführer. Die Route verspricht über acht Seillängen das volle Programm, vom Fingerriss bis zum Kamin, inklusiv zwei dieser ominösen Offwidth-Risse. Wir ziehen unsere Action-Jeans an und machen uns an die Arbeit. Die Schwierigkeiten liegen im 7. und 8. Grad (UIAA). Flo kann sich also voll darauf konzentrieren, der hübschen Belgierin unter ihm Tipps zu geben. Bald laufen wir auf eine amerikanische Seilschaft auf, bestehend aus einer Frau und einem Mann. Beide sind sehr nett, wie alle Amerikaner, die wir bisher getroffen haben. Aber sie können auch anders. Die Frau, gerade im Vorstieg und kurz davor abzuschmieren, will, dass ihr Kletterpartner das Seil strafft. Es geht ihr nicht schnell genug, und nach dreimal „take“ folgt ein sehr böses Wort…

Nach einem halben Tag Pause packen wir unser Zeug und marschieren zum Half Dome, dessen 600 m hohe Nordwestwand zu den begehrtesten Zielen im Valley zählt. Während wir im Dunkeln Richtung Einstieg stolpern, sehen wir schon ein paar Stirnlampen leuchten. Ok, nicht allein, war zu erwarten. Tatsächlich sind es dann aber mit uns sechs Seilschaften, die unter der Wand biwakieren und am nächsten Morgen in die Regular Route einsteigen wollen. Und in der Wand hängen auch welche rum. Erhöhte Staugefahr… Sicherheitshalber starten Flo und ich früh. Etwas überrascht stehen wir mittags schon am Gipfel, nach 6,5 h in der Wand, und blicken nicht nur auf eine absolute Traumroute zurück, sondern auch zuversichtlich Richtung El Capitan, unserem nächsten Ziel.

Great Stau unterm Great Roof

Ruhetag. Wir hängen an den El Cap Meadows rum und verfolgen mit dem Fernglas das Treiben in der „Nose“, der wohl berühmtesten Felsroute der Welt. 900 m steiler Granit, frei geklettert liegen die schwersten 31 Seillängen im 10er-Bereich, aber es geht fast alles auch technisch. Soweit die Fakten. Wie klein man unter den Wänden des El Capitan ist, lässt sich hingegen nur schwer beschreiben… Am nächsten Morgen stehen wir am Einstieg. Endlich. Mein Herz hämmert vor Freude und Aufregung. Ein Ringband gerissen, die Schulter ständig überlastet, viel Arbeit als Bergführer in Eis und Schnee, so sah mein bisheriges Kletterjahr aus. Aber jetzt wird sich gleich alles ändern. Ein letzter Check: Windeln an? Frische Batterien im Herzschrittmacher? Los geht’s! Noch im Dunkeln lassen wir die erste Seilschaft hinter uns, dann ist die Bahn für ein paar Längen frei. Flo und ich nehmen Fahrt auf, und das müssen wir auch, denn alles ist darauf ausgelegt, dass wir am Abend zurück im Tal sind. Warum? Weil es unser Weg ist, leicht und schnell zu klettern, mit hohem Einsatz und möglichst wenig Technik. Kein Haulbag, keine Steigklemmen, nur eine Bandleiter pro Mann, für die schwersten Passagen. Wir ziehen an drei weiteren Seilschaften vorbei, bis es unterm „Great Roof“ zum großen Stau kommt. Jetzt heißt es warten, während die Sonne gnadenlos brennt…
17:25 Uhr, Flo und ich stehen nach knapp 12 h harter Kletterei am Ausstieg der „Nose“. Schmerzen, Durst und Müdigkeit, die mich zuletzt geplagt hatten, sind vergessen. Das Tal liegt friedlich zu unseren Füßen, der Half Dome leuchtet in der Abendsonne. Yeah!

Yosemite valley

„Chickenwing dyno into slot“ – hä???

Washington Columm, „Astroman“, siebte Seillänge. Hier findet sich der wohl meistgehasste Felsspalt des Yosemite Valleys. Der amerikanische Kletterer über uns steckt gerade darin fest und schreit. Man solle dem Spalt mit einem „chickenwing dyno“ begegnen, empfiehlt der Kletterführer. Hä? Ich bin immer noch etwas kaputt vom El Capitan und habe keinen Bock mehr. Flo ist gnädig: Wir seilen ab und machen uns auf den Weg Richtung Osten. Nach einem kurzen Stop in Bishop erreichen wir Las Vegas. Las Vegas ist super. Zuhause ist die Sorge derweil groß, ich könnte zu viel trinken und dann Flo heiraten. Wir bleiben aber weitestgehend anständig und ziehen bald weiter, nach Utah, zu den gewaltigen Sandsteinwänden des Zion Nationalparks. Endlich wieder Natur, endlich wieder klettern! Und die Kletterei ist phantastisch, besonders im berühmten „Moonlight Buttress“ (9/9+, 11 SL, weitestgehend clean). Eine durchgehend freie Begehung scheitert leider an einer sehr speziellen Kaminverschneidung (ca. 8+) im Mittelteil der Route.

Dan

Das nächste Ziel heißt Moab. Peter, ein Kumpel von Flo, stößt zu uns und wir decken uns mit Lebensmitteln ein, für einen längeren Aufenthalt im Rissklettermekka Indian Creek. Dort, auf der Suche nach einem Zeltplatz, treffen wir Dan. Leoparden-Shirt, Sonnenschirm, unheimliche Kletterausrüstung: Dan ist ein rundum schräger Vogel. Aber wir funktionieren bestens als 4er-Team. Wir Jungen steigen die Routen vor, Dan erzählt verrückte Geschichten und fährt auch mal zum Einkaufen in den nächsten Ort. Dann gibt es für uns z. B. destilliertes Wasser (zum Kochen und Trinken), eine Knallpistole (weil er meint, wir seien schon alt genug dafür) und Zigaretten. Wir haben eine coole Zeit in Indian Creek und klettern nebenbei eine Reihe wilder Linien. Flo onsightet z. B. „Ruby’s Cafe“ (9+, clean), ich kann zwei Routen im unteren neunten Grad punkten, darunter das 40 m lange „Desert Shield“ (1 Bolt). Bald werden Ruhetage nötig. Peter, Flo und ich klettern auf den imposanten Castleton Tower (nur drei SL…) und gehen biken. Nach dem rund 50 km langen „Whole Enchilada Trail“ schmerzen die Hände zwar mehr als zuvor, dafür aber an anderen Stellen.

Letzter Stopp Colorado

Wir haben Utah verlassen und sind auf dem Weg zu Dans Trailer, der in einem Vorort von Boulder steht. Dort dürfen wir ein paar Tage bleiben, während Dan noch länger in der Wüste unterwegs ist. Er teilt sich seine Behausung normalerweise mit Moe, ebenfalls Kletterer. Wir klopfen an die Tür. Moe ist zuhause und erklärt uns gleich die Regeln: Wir müssen abends leise sein, weil er früh zur Schule muss. Wir müssen dafür sorgen, dass immer genug Bier da ist. Und wenn wir gepinkelt haben, brauchen wir nicht zu spülen. Ok! Am nächsten Tag gehen wir im Eldorado Canyon klettern, Moe aber nicht in die Schule. Abends erklärt er uns, dass er zu viel getrunken und wirklich keinen Bock hatte. Dumm nur, dass er der Lehrer ist… Ein paar kuriose Geschichten (und gekletterte Routen) später heißt es Abschied nehmen. Wir packen unser Zeug und fahren nach Denver, von wo es Richtung Heimat geht. Im Gepäck unsere durchgescheuerte Ausrüstung, eine Ladung dreckiger Klamotten und jede Menge Eindrücke und Erinnerungen, für die es sich lohnt zu rocken.

Text: Fritz Miller

Der Red Chili – Oktober

Red Chili Blog, 04.11.2014

Was war los im Oktober? Hier erfahrt ihr das Neuste über die Red Chili Welt in unserem monatlichem Update:

Red Chili klettert bis weit nach oben in der Wettkampfszene

Auch wenn die Seilklettersaison sich, Richtung November, hier in Mitteleuropa so langsam dem Ende zuneigt, in der bunten Plastikwelt ging´s wieder ordentlich rund: Bei einem gelungenem deutschem Leadcup im hessischem Darmstadt, konnte unser erst 17 jähriger Athlet Moritz Hans einen starken dritten Platz bei den Herren belegen, was für ihn ein bisheriges Highlight in seiner noch jungen Wettkampfkarriere darstellt. Österreicherin Magdalena Röck war hingegen auf Weltcupreise in Asien unterwegs und holte mal schnell einen vierten Platz beim Weltcup in Mokpo, einen weiterern vierten Platz in Wujiang und einen fünften Platz in Inzai – wir gratulieren und drücken die Daumen für das große Finale in Kranj.

Red Chili an den Felsen der Welt

Rannveig Aamodt hat sich ein paar Monate Zeit genommen, um die vereinigten Staaten unsicher zu machen. Momentan ist sie in Red River Gorge anzutreffen, wo sie uns einige tolle Bilder (Dreamtime Images & Nathan Welton Photography und Rannveig Aamodt) zukommen hat lassen. Mehr Fotos und Infos über Rannveig findet ihr auf ihrer Homepage! Fabian Bechtold konnte kurzen Prozess mit einem verbliebenen Projekt an der Altantiswand machen: Der Boulder schimpft sich „Aeon Fluxx“ und checkt etwa bei Fb 7c+/8a ein. Fabian dürfte sich mit seiner Begehung seit Jahren eine der wohl wenigen Begehungen dieses Boulders geholt haben. Wir hoffen auf einen guten Boulderwinter, für den ihr sicher was bei unserer neuen Herbstkollektion findet!

Robert Jasper genießt außerdem die noch verbliebenen Sonnenstrahlen im italienischen Sizilien und konnte eine schöne neue Multipitch Route am Monte Gallos erstbegehen, die mit ihren 200 Metern bei etwa 7c/+ eincheckt.

Into the light, das neue Meisterwerk von Stefan Glowacz und Chris Sharma

Endlich ist es soweit: Der neue Film von Stefan Glowacz und Chris Sharma, zwei der größten Kletterer ihrer Zeit feierte Premiere in der Münchner BMW Welt. Into the light oder zurück ins Licht erzählt die Geschichte über die Begehung einer der größten Dachklettereien unserer Erde in der Höhle Majlis al Jinn im Oman. Der Film ist auf itunes und Red Bull verfügbar und außerdem können wir euch das wunderschöne dazugehörige Buch ans Herz legen, mit vielen zusätzlichen Gedanken, Bildern und Interviews.

Danke für euer Interesse und bis Dezember, euer Red Chili Team!

Into the Light: Ein einzigartiges Abenteuer feiert Premiere

Red Chili Blog, 20. Oktober 2014

In der Regel wollen Kletterer hoch hinaus. Bei diesem Projekt strebten Stefan Glowacz und Chris Sharma genau das Gegenteil an: Sie sind in die Tiefen der Erde hinabgestiegen, um aus einer der größten Höhlenkammern unseres Planeten, in der Höhle von Majlis al Jinn, wieder an die Oberfläche zu klettern. Eine bahnbrechende Idee und eine noch nie da gewesene Herausforderung – frei und ohne technische Hilfsmittel. Am 5. Oktober wurden Film und Buch in zwei Vorstellungen in der BMW Welt in München über 1000 geladenen Gästen vorgestellt.

In die Höhle, in die problemlos mehrere Verkehrsflugzeuge passen würden, gelangt man über drei eingestürzte Krater – allerdings müssen sich wagemutige Abenteurer dafür gute 160 m in die Tiefen der Erde abseilen. Einen Zugang von der Erdoberfläche gibt es nicht. Der Ausstieg erfolgte über eine von den beiden Athleten selbst ausgearbeitete Route am Dach der Höhle entlang. Die Mission bringt beide an ihre Grenzen. Als einer von ihnen stürzt, droht das Ende der Expedition. Doch sie geben nicht auf.

Beide Kletterer freuen sich über ihre einzigartige Leistung: „Das Klettern in der Höhle von Majlis al Jinn ist ein Wahnsinn“, so Glowacz, der auch Vater von Drillingen ist. „Die Route ist von den einzelnen Zügen und auch vom Kletterstil her einmalig. So eine Tour aus den Tiefen der Erde zurück zur Oberfläche zählt zu den ganz großen Erlebnissen in meinem Leben. Ich bin stolz, dass ich gemeinsam mit Chris diese Route klettern durfte.“ Sharma: „Dieses Projekt stellt einen Meilenstein im Felsklettern dar. Wir wollten eine unvergessliche Route schaffen – und das ist uns gelungen. Ich habe als Kletterer bisher wenige Projekte in Angriff genommen, die so beeindruckend waren wie dieses. Es war eine tolle Erfahrung, zusammen mit Stefan dieses einzigartige Projekt umzusetzen.“


Über den Film:
Dauer 52 Min., TV-Erstausstrahlung: 22.10.2014 / 21.15 Uhr auf ServusTV, danach auf Red Bull TV und auf iTunes verfügbar.

Über das Buch:
168 Seiten – Text Günter Kast, Fotos Klaus Fengler, erschienen im Pantauro Verlag, Zweisprachig Deutsch-Englisch

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