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Bernhard Röck gewinnt Bundesjuniorcup in Dornbirn

Red Chili Athleten Blog, 14. Mai 2012

Red Chili Athlet Bernhard Röck ist nicht aufzuhalten! Er gewann am Wochenende den Bundesjuniorcup in Dornbirn. Der Cup gilt als österreichische Meisterschaft in den Nachwuchsklassen. Wie bereits in den letzten Wochen konnte Bernhard in der Klasse Jugend A gebührend abzocken und er holte sich mit 4 Topbegehungen (alle Routen) überlegen den österreichischen Meistertitel.


Bernhard Röck auf dem Weg zum Sieg des Bundesjuniorcup. Foto: Stefan Röck

Richtig gut gerockt finden wir bei Red Chili und wünschen Bernhard weiterhin viele Erfolge in dieser Saison!

Red Chili Gründer Stefan Glowacz und Christian Schlesener rocken in Verdon

Red Chili Athleten Blog, 10. Mai 2012

Red Chili Gründer Stefan Glowacz ist momentan mit Christian Schlesi Schlesener in Verdon unterwegs, um ein altes Projekt zu knacken. Stefan schreibt uns von ihrer bisherigen Reise.

Text: Stefan Glowacz

Nach 7 Jahren das erste Mal wieder in unserer Erstbegehung in der Verdonschlucht. Schlesi und ich haben die Linie, seitdem wir sie aufwändig eingerichtet hatten, komplett aus den Augen verloren. Jeder von uns beiden war mit anderen Projekten beschäftigt. Erst letzten Herbst, als wir für eine Woche mal wieder die grandiose Schlucht besuchten, zog uns die Gorge du Verdon wieder in ihren Bann. Die Zeit erscheint uns hier oben in La Palud wie stehen geblieben. Nichts hat sich verändert. Die gleichen Leute in den zwei einzigen Bars, nur ihre Haare sind grauer geworden und die Gesichter sind von dem rauhen Leben gezeichnet. Für mich ist diese Schlucht nach wie vor das beste und ungewöhnlichste Klettergebiet der Welt


Zustieg in der Verdonschlucht. Foto: Klaus Fengler

Erstaunlicherweise ist auch die Zeit an unserer Erstbegehung, ein 150 Meter hoher, extrem überhängender Pfeiler auf der anderen Schluchtseite, stehen geblieben. Selbst die fitten Locals haben sich dem Projekt nicht angenommen, obwohl es nach so einer langen Zeit durchaus legitim ist, eine Erstbegehung zu vollenden.

Vor 5 Tagen stiegen wir zum ersten Mal von unten in die Route ein. Eingerichtet hatten wir sie damals von oben mit einem riesigen Abseilaufwand. Bereits nach wenigen Metern waren wir wieder fasziniert von diesem Projekt und es erschien uns unvorstellbar, dass diese Route so in Vergessenheit geraten konnte. Die erste Länge ist ein klassischer Warmup im Schwierigkeitsgrad 7a. Bereits in der zweiten Seillänge geht es richtig zur Sache und die Wand zeigt ihren eigenen Charakter. Der Fels weisst nicht die Top Verdonqualität auf, an machen Stellen ist sie sogar etwas brüchig, dadurch aber extrem interessant.


Stefan Glowacz und Christian Schlesener in der Route. Foto: Klaus Fengler

Die Kletterei ist unglaublich athletisch, technisch sehr anspruchsvoll und sehr, sehr steil. Wir schätzen die Schwierigkeiten mit 8b/8b+ plus ein. Doch das dicke Ende kommt erst in der nächsten, der dritten Seillänge. Eine stumpfe, weit überhängende, kleingriffige Kante zieht wie der Schiffsbug der Titanic vom Standplatz in den Himmel. Nach nunmehr 4 Klettertagen haben wir zumindest eine Lösung für dieses “Brett” im Schwierigkeitsgrad 8b/c gefunden. Heute ist Ruhetag und morgen wollen wir versuchen die erste schwere Länge zu punkten und vielleicht mit viel Glück auch die Zweite. Danach ist es “nur” noch eine lange Seillänge im 7b Gelände hinauf auf den Pfeilergipfel.


Stefan Glowacz im Projekt in Verdon. Foto: Klaus Fengler

Red Chili sagt: “Rockt das Ding weg, Jungs!”

Robert Jasper gelingt Erstbegehung der Shark’s Fin in Feuerland

Red Chili Athleten Blog, 10. Mai 2012

Red Chili Extrembergsteiger Robert Jasper gelingt in sechswöchiger Expedition mit Teammitgliedern Jörn Heller und Ralf Gantzhorn die Erstbegehung der Shark’s Fin am Monte Giordano.

Text: Malte Roeper

Zwischen Magellanstraße und Kap Hoorn trotzt ein spektakulärer Gipfel den Stürmen, wegen der diese Küsten von Seefahrern gefürchtet werden: der Monte Giordano alias ‚Shark’s Fin’. Bergsteiger wagen sich nur selten hierher, und so kam es, dass dieser grandiose Berg nicht nur unbestiegen, sondern völlig unbekannt war: das Wetter an der Südspitze Feuerlands ist so miserabel, dass der Gipfel kaum je zu sehen ist. Im April 2012 gelangen Extrembergsteiger Robert Jasper, Bergführer Jörn Heller und Bergfotograf Ralf Gantzhorn die Erstbesteigung.


Das Team der Erstbegehung. Foto: Ralf Gantzhorn

Die Kletterei blieb nur ein Teil des sechswöchigen Abenteuers, das mit der Anreise per Segelyacht ab Puerto Williams begann, der südlichsten Stadt der Welt. Volle drei Wochen brauchte der erfahrene Skipper Osvaldo Escobar, um das Team mit der Segelyacht ‚Polarwind’ die 300 Seemeilen an den Berg zu bringen. Wetter und Windstärken setzten dem Unternehmen ab dem ersten Tag zu, knapp eine Woche musste die Mannschaft unterwegs auf einer winzigen unbewohnten Insel im Orkan ausharren, bis sie die Weiterfahrt riskieren konnte. Auch die zum Anlanden avisierte Bucht am Fuß der ‚Shark’s Fin’ erwies sich als zu gefährlich. Um zu verhindern, dass die Orkane die ‚Polarwind’ in einer „sicheren“ Bucht gegen die Felswände schleuderten, vertäuten die Bergsteiger ihr schwimmendes Basislager von Beibooten aus mit Seilen an den Klippen.

Der Weg zum Berg führte durch subpolaren Regenwald, Sümpfe und Gletscherspalten – natürlich bei Schlechtwetter. Ein erster Versuch scheiterte. Jörn Heller brach sich an Bord eine Rippe, die ihm für den Rest des Trips das Atmen erschwerte. Das geplante Basislager am Wandfuß war wegen der permanenten Stürme nicht zu halten, so blieb das Team weiter auf engstem Raum an Bord.


Der Monte Giordano. Foto: Ralf Gantzhorn

Als das Barometer eine Winzigkeit stieg, riskierten die drei kurz vor der Abreise einen letzten Versuch, bei dem die Schnelligkeit des eingespielten Teams sich als Schlüssel zum Erfolg erwies. Kurz nach Mitternacht am siebten April erreichten sie im Mondlicht den Gipfel, auf dem Rückweg warteten auf Robert Jasper als Seilersten Schwierigkeiten bis M7. Nach 27 Stunden erreichte das Team wohlbehalten das Boot.

Der Gipfel ist so unbekannt, dass ihn einige Karten zwar ausweisen, mit Höhenangaben und Namen einander aber widersprechen – in unserer technisierten Welt etwa so selten wie ein Einhorn. Wegen der spektakulären Form, die an eine Haiflosse erinnert, tauften Robert Jasper, Jörn Heller und Ralf Gantzhorn ihn ‚Shark’s Fin’. Ihr GPS wies eine Gipfelhöhe von 1517m aus, fünfhundert Meter weniger als auf den chilenischen Karten. Aber nichts war den Bergsteigern bei diesem Abenteuer so nebensächlich wie die Höhe des Gipfels.

Nach der Erstbegehung von Ironman, einer der schwierigsten Mixedrouten der Welt, war es bereits der zweite große Erfolg des langjährigen Topalpinisten Robert Jasper in diesem Jahr.


Auf dem Gipfel über die „Shark`s Fin Ridge“ (Westgrat ), bis M7. Foto: Ralf Gantzhorn

Red Chili gratuliert Robert Jasper und seinem Team!

Bernhard Röck in gewohnt guter Form im Austria Cup in Mitterdorf

Red Chili Athleten Blog, 22. April 2012

Text: Stefan Röck

Am Samstag fand in Mitterdorf in der Steiermark der 3. Teilbewerb des
Austria Cup statt. Red Chili Athlet Bernhard Röck konnte seine gewohnt starke Leistung abrufen und mit 3 Topbegehungen überlegen den Tagessieg in der Klasse Jugend A männlich erringen. Bernhard musste die gleichen Routen wie in der allgemeinen Klasse der Männer klettern und konnte dennoch alle Routen toppen!


Bernhard Röck, Austria Cup in Mitterdorf

Magdalena Röck macht derzeit Wettkampfpause – sie lernt intensiv auf die Matura und trainiert jedoch voll weiter.

Starke Leistung finden wir bei Red Chili und wünschen Bernhard weiterhin viele Erfolge in dieser Saison!

Red Chili Athlet Mirko Breckner befreit Routen in Andalusien

Red Chili Athleten Blog, 16. April 2012

Red Chili Athlet Mirko Breckner war in Spanien unterwegs und konnte dort einige Routen in Andalusien befreien. Als Schmankerl eröffnet er eine schöne neue Route in der Sierra de Ortegicar für uns.


Klettern in Spanien mit Aussicht in Las Alcandoras

Text: Mirko Breckner

Klassisches Klettern in Südspanien

Wer denkt, dass es in Andalusien nur steile Sportklettereien in El Chorro gibt, der täuscht sich. Die Dichte an klassischen Touren ist zwar nicht so hoch wie in den Alpen, aber man findet nach etwas Recherche doch auch einige alpinere Touren und es gibt Potential für Erstbegehungen und Befreiungen alter Technotouren.

So konnte Mirko vermutlich als erster alle Seillängen der Route „Los Halcones“ (7c, 250m) mit deren schöner technischer Schlüsselseillänge rotpunkt klettern. Die Stände der Route sind saniert und es gibt viele fixe Zwischensicherungen, jedoch will man in die Schlaghaken und Spits aus dem Jahr 1978 nicht unbedingt rein springen. Einige Spits sind schon etwas raus gezogen oder abgerissen.


Topo “Los Halcones”

Neben leichteren cleanen Erstbegehungen um El Chorro, Villanueva del Rosario und Granada konnte Mirko noch eine 35 m lange, stark überhängende und nach seinen Freunden „Mirko 3,14“ (6b/+) benannte Tour in der Sierra de Ortegicar eröffnen. Da ihm dort anfangs noch ein Kletterpartner und mobile Sicherungsgeräte fehlten, ist er zuerst von oben über die Route abgeseilt, was vielleicht auch ganz sinnvoll war. Die besten Griffe im Überhang stellten sich als microwellengroße Brocken heraus, die man mit einer Handbewegung nach unten befördern konnte. Danach konnte er die Tour von unten ohne Haken und belassene Sicherungspunkte rotpunkt klettern.


„Mirko 3,14“ (6b/+) in der Sierra de Ortegicar

Auch beim Sportklettern lief es ganz gut. In Cacín konnte sich Mirko nach seiner ersten 8a onsight („Alé Alé”) gleich am nächsten Tag über seine erste 8a+ (“Kaiso Kerman”) im selben Begehungsstil freuen.

Wer für seinem nächsten Winterurlaub in Südspanien auch Halbseile und Friends einpacken will, kann sich gerne bei Mirko für nähere Infos melden. Das wohl bekannteste klassische Gebiet in Andalusien ist wahrscheinlich Las Alcandoras bei Jaén, wo es zwischen alpinen Sportklettertouren und mehrtägigen Technotouren alles gibt. Auch an der Ostseite des Veleta (3428m) in der Sierra Nevada gibt es ein paar schöne Granittouren. Die kleine Alpinklettercommunity in Südspanien betreibt ein paar Webseiten, wo Neutouren publiziert werden. Im Winter kann man sowohl im Schatten als auch in der Sonne gut klettern und den Wetterbericht braucht man meist gar nicht anschauen, da es selten Niederschlag gibt.

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