RED CHILI, Kletterschuhe, Crashpads, Shirts, Sweater

By Stefan Glowazc


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Der Red Chili – Oktober

Red Chili Blog, 04.11.2014

Was war los im Oktober? Hier erfahrt ihr das Neuste über die Red Chili Welt in unserem monatlichem Update:

Red Chili klettert bis weit nach oben in der Wettkampfszene

Auch wenn die Seilklettersaison sich, Richtung November, hier in Mitteleuropa so langsam dem Ende zuneigt, in der bunten Plastikwelt ging´s wieder ordentlich rund: Bei einem gelungenem deutschem Leadcup im hessischem Darmstadt, konnte unser erst 17 jähriger Athlet Moritz Hans einen starken dritten Platz bei den Herren belegen, was für ihn ein bisheriges Highlight in seiner noch jungen Wettkampfkarriere darstellt. Österreicherin Magdalena Röck war hingegen auf Weltcupreise in Asien unterwegs und holte mal schnell einen vierten Platz beim Weltcup in Mokpo, einen weiterern vierten Platz in Wujiang und einen fünften Platz in Inzai – wir gratulieren und drücken die Daumen für das große Finale in Kranj.

Red Chili an den Felsen der Welt

Rannveig Aamodt hat sich ein paar Monate Zeit genommen, um die vereinigten Staaten unsicher zu machen. Momentan ist sie in Red River Gorge anzutreffen, wo sie uns einige tolle Bilder (Dreamtime Images & Nathan Welton Photography und Rannveig Aamodt) zukommen hat lassen. Mehr Fotos und Infos über Rannveig findet ihr auf ihrer Homepage! Fabian Bechtold konnte kurzen Prozess mit einem verbliebenen Projekt an der Altantiswand machen: Der Boulder schimpft sich „Aeon Fluxx“ und checkt etwa bei Fb 7c+/8a ein. Fabian dürfte sich mit seiner Begehung seit Jahren eine der wohl wenigen Begehungen dieses Boulders geholt haben. Wir hoffen auf einen guten Boulderwinter, für den ihr sicher was bei unserer neuen Herbstkollektion findet!

Robert Jasper genießt außerdem die noch verbliebenen Sonnenstrahlen im italienischen Sizilien und konnte eine schöne neue Multipitch Route am Monte Gallos erstbegehen, die mit ihren 200 Metern bei etwa 7c/+ eincheckt.

Into the light, das neue Meisterwerk von Stefan Glowacz und Chris Sharma

Endlich ist es soweit: Der neue Film von Stefan Glowacz und Chris Sharma, zwei der größten Kletterer ihrer Zeit feierte Premiere in der Münchner BMW Welt. Into the light oder zurück ins Licht erzählt die Geschichte über die Begehung einer der größten Dachklettereien unserer Erde in der Höhle Majlis al Jinn im Oman. Der Film ist auf itunes und Red Bull verfügbar und außerdem können wir euch das wunderschöne dazugehörige Buch ans Herz legen, mit vielen zusätzlichen Gedanken, Bildern und Interviews.

Danke für euer Interesse und bis Dezember, euer Red Chili Team!

Into the Light: Ein einzigartiges Abenteuer feiert Premiere

Red Chili Blog, 20. Oktober 2014

In der Regel wollen Kletterer hoch hinaus. Bei diesem Projekt strebten Stefan Glowacz und Chris Sharma genau das Gegenteil an: Sie sind in die Tiefen der Erde hinabgestiegen, um aus einer der größten Höhlenkammern unseres Planeten, in der Höhle von Majlis al Jinn, wieder an die Oberfläche zu klettern. Eine bahnbrechende Idee und eine noch nie da gewesene Herausforderung – frei und ohne technische Hilfsmittel. Am 5. Oktober wurden Film und Buch in zwei Vorstellungen in der BMW Welt in München über 1000 geladenen Gästen vorgestellt.

In die Höhle, in die problemlos mehrere Verkehrsflugzeuge passen würden, gelangt man über drei eingestürzte Krater – allerdings müssen sich wagemutige Abenteurer dafür gute 160 m in die Tiefen der Erde abseilen. Einen Zugang von der Erdoberfläche gibt es nicht. Der Ausstieg erfolgte über eine von den beiden Athleten selbst ausgearbeitete Route am Dach der Höhle entlang. Die Mission bringt beide an ihre Grenzen. Als einer von ihnen stürzt, droht das Ende der Expedition. Doch sie geben nicht auf.

Beide Kletterer freuen sich über ihre einzigartige Leistung: „Das Klettern in der Höhle von Majlis al Jinn ist ein Wahnsinn“, so Glowacz, der auch Vater von Drillingen ist. „Die Route ist von den einzelnen Zügen und auch vom Kletterstil her einmalig. So eine Tour aus den Tiefen der Erde zurück zur Oberfläche zählt zu den ganz großen Erlebnissen in meinem Leben. Ich bin stolz, dass ich gemeinsam mit Chris diese Route klettern durfte.“ Sharma: „Dieses Projekt stellt einen Meilenstein im Felsklettern dar. Wir wollten eine unvergessliche Route schaffen – und das ist uns gelungen. Ich habe als Kletterer bisher wenige Projekte in Angriff genommen, die so beeindruckend waren wie dieses. Es war eine tolle Erfahrung, zusammen mit Stefan dieses einzigartige Projekt umzusetzen.“


Über den Film:
Dauer 52 Min., TV-Erstausstrahlung: 22.10.2014 / 21.15 Uhr auf ServusTV, danach auf Red Bull TV und auf iTunes verfügbar.

Über das Buch:
168 Seiten – Text Günter Kast, Fotos Klaus Fengler, erschienen im Pantauro Verlag, Zweisprachig Deutsch-Englisch

Der Red Chili – September

Red Chili Blog, 30. September 2014

Was war los im letzten Monat? Hier findet ihr das Neuste aus dem Hause Red Chili vom September!

Was ist alles passiert bei Red Chili? Von nun an bekommt ihr ein monatliches Update hier auf unserem Blog mit allen harten Begehungen, Wettkämpfen und allen anderen Dingen, die für euch aus der Red Chili – Welt interessant sein könnten.

Mittlerweile ist langsam aber sicher der Herbst eingetroffen. Das heißt für euch: Unsere neue Bekleidungskollektion ist endlich in den Läden, kann probiert, gekauft und am besten auch gleich geklettert werden. Es sind wieder außergewöhnlich schöne Sachen mit dabei, die nicht nur zum Klettern gut aussehen!

Auch unsere Athleten haben wieder ordentlich Gas gegeben: Unser 20-jähriger Herzblutboulderer Fabian Bechtold nutzte seine Semesterferien gut aus, konnte in diversen Bouldergebieten viele Boulder bis Fb 8A+ begehen und hat uns einen kleinen Shortclip aus dem bekannten Magic Wood mitgebracht. Wir sind gespannt was noch alles an harten Begehungen dieses Jahr von ihm wartet! Für mehr Informationen schaut doch gerne auf seinem Blog unter www.fabian-bechtold.blogspot.de vorbei

Die Tiroler Maschine Alfons Dornauer war diesen Monat nicht zu stoppen: Nachdem er in seiner Heimat, dem Zillertal, viele der härtesten Routen und Boulder in kürzester Zeit wiederholt hat, konnte er nun Anfang September mit Biologico, nahe dem italienischem Klettermekka Arco seine erste Route in Grad 9a holen. Drei Tage später konnte er auch noch mit “Natural present” 8c/+ nach Hause fahren – wir sind stolz Alfons mit an Board zu haben!

Auch bei den Wettkämpfen hat´s wieder ordentlich gescheppert: Maggie Röck konnte sich mit ihren jungen 20 Jahren den ersten Rockmaster Titel sichern!!! Maggie ist seit 2012 regelmäßig unter den besten 5 Damen der Welt im Lead Klettern anzutreffen und wir können ziemlich sicher sagen: Es ist noch lange nicht Schluss!

Auch ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Bernhard stand ihr in nichts nach und konnte nach einem sehr solidem Wettkampf im französischem Noumea den Junioren Weltmeistertitel im Lead mit nach Österreich nehmen. Wir gratulieren den beiden und sind auf kommende Wettkämpfe gespannt!

Herbstzeit ist ja bekanntlich auch Zeit für das größte Volksfest der Welt in München, das Oktoberfest. Stefan Glowacz ließ es sich natürlich nicht nehmen hier vorbeizuschauen! Ihr dürft außerdem auf seinen neuen Film “Into the light”, zusammen mit Chris Sharma gespannt sein, der am Sonntag in der BMW – Welt in München Weltpremiere feiert. In diesem Sinne “ein Prosit” und bis bald,
euer Red Chili – Team

Ines Papert klettert “Ohne Rauch stirbst du auch”

Red Chili Blog, 26. September 2014

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Ines Papert und Lisi Steurer gelingt am 17.08.2014 bzw. am 28.08.2014 die erste Rotpunkt-Begehung der Route „Ohne Rauch stirbst du auch“ an der Nordwand der Großen Zinne. Der Durchstieg aller 17 Seillängen gelang an einem Tag. Die Erstbegehung realisierten Hannes Pfeifhofer und Daniel Roger im Jahr 2010.
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Routeninfo: „Ohne Rauch stirbst du auch“, Große Zinne Nordwand, Sextener Dolomiten, Italien; Länge 500 Meter, 17 Seillängen; Schwierigkeit 8a, 7c, 7a+, 6c+, 7b, 6c+, 7a+, 6c, 7a+, 7b+, 6b+, 6a, 6b+, 6c+, 6a, 6a+, 5+

Bereits im Jahr 2010 hatte der südtiroler Bergführer Hannes Pfeifhofer die Route „Ohne Rauch stirbst du auch“ an der Großen Zinne Nordwand in den Sextener Dolomiten entdeckt und erstbegangen. Die Route bildet eine komplett eigenständige Linie durch den schweren linken Teil der Nordwand und besticht durch die exzellente Linienführung mit fast ausschließlich bequemen Standplätzen. Jedoch ist durch den stark überhängenden Fels bis zur zehnten Seillänge mit anhaltenden Schwierigkeiten zu rechnen. Hannes Pfeifhofer hatte die Route „Ohne Rauch stirbst du auch“ offiziell freigegeben, nachdem er selbst alle Seillängen frei klettern konnte. Eine klassische freie Begehung in einem Push stand jedoch noch aus. Das machte auch den Reiz für sie, die beiden Kletterpartnerinnen Ines Papert und Lisi Steurer, aus.

Während TV-Dreharbeiten im Juli diesen Jahres nahmen sie sich der Route erstmals ernsthaft an. Das surrende Geräusch der Drohne, die sie bei ihrem Versuch filmte und meist über oder neben ihnen schwebte sowie die Funksprüche von Regisseur Carsten Gutschmidt ließen sie jedoch daran erinnern, dass sie in diesem Moment in erster Linie hier waren, um einen qualitativ ansprechenden Film zu produzieren. Daher konzentrierten sich die Beiden im Verlauf dieser Woche primär auf die Dreharbeiten des Films. Der Sommer war noch lang und sie hatten sich den halben August für dieses anspruchsvolle Projekt reserviert. Ines’ Sohn Emanuel war zu diesem Zeitpunkt im Spanien-Urlaub, so konnte Ines sich dem Vorhaben mit maximaler Aufmerksamkeit widmen.

Es kam jedoch anders als erwartet. Permanente Regenfälle hielten die Kletterinnen in einem ständigen Wechselbad der Gefühle, denn durch diese wuchs die Begehung zu einer echten Herausforderung heran. Nur an wenigen Tagen dieses Sommers war die Wand trocken. Denn nur, falls an diesen gezählten Tagen der Nordwind wehte, konnten sie sich wirklich sicher sein, dass die teils feinen Strukturen wirklich abgetrocknet waren. Zu den regennassen Tagen gesellten sich zudem sehr niedrige Temperaturen, was den Schwierigkeitsgrad nur erweiterte. Hinzu kam erschwerend, dass Lisi als Bergführerin einige der wenigen Schönwetterfenster für ihren eigentlichen Beruf nutzen musste. Ein ums andere Mal reiste Ines nach Südtirol an, hatte die Hoffnung jedoch beinahe schon verloren, das Projekt in diesem Sommer noch realisieren zu können.

Am Morgen des 17. Augustes herrschten dann aber doch weitgehend ideale Bedingungen und sie wollten es versuchen, wohl in dem Wissen, dass dies möglicherweise ihre letzte gemeinsame Chance sein sollte. Beim Losen um den Vorstieg gewann Ines und so standen sie morgens um halb sieben mit klammen Fingern am Einstieg. Das Thermometer zeigte gerade einmal drei Grad unter Null an, trotz des sommerlichen Monats war es eisig. Nach einer kurzen Aufwärmphase in den ersten Metern kletterte Ines sturzfrei über die 1. Seillänge, die Schlüssellänge 8a. Es würde also weiter gehen für das Team in Richtung Gipfel. Seillänge für Seillänge wollte Ines die Route begehen, Meter für Meter. Über das gigantische Ausmaß der schattigen Nordwand wollten beide nicht nachdenken. Dann ein kleiner Fehler in der 2. Seillänge! Ines stürzte ins Seil, begann jedoch sofort von Neuem von ihrem Standplatz aus den Durchstieg – diesmal sollte es gelingen. Von da an gelang ihr jede Seillänge fehlerfrei, die Schwierigkeiten lagen dabei eindeutig, kontinuierlich die Finger warm zu halten. Das Zwischenziel war definitiv der 11. Standplatz: Denn hier war neben dem Wandbuch auch eine Flasche Schnaps für Wiederholer deponiert. Bis zu ihrer Ankunft war diese noch randvoll – schon wurden die Temperaturen erträglicher!

Um 17.30 Uhr erreichte Ines dann endlich das Ringband. Der freie Durchstieg war ihr gelungen, sie konnte es kaum glauben! In den verbleibenden drei Tagen wollte sich Ines nun ihrer Freundin Lisi widmen, welche sich weiterhin im Vorstieg versuchte. Doch das Wetter sollte erneut umschlagen und Ines hatte zum 14. Geburtstages ihres Sohnes abzureisen, um nach Spanien zu fliegen. Emanuel erwartete seine Mutter schon sehnsüchtig nahe Bilbao, die Familie sollte für den Rest der Sommerferien absolute Priorität haben. Wäre Ines der Durchstieg an jenem 17. August nicht gelungen, hätte die Kletterin und Alpinistin das Vorhaben um ein Jahr verschieben müssen. So konnte sie sich mit gemischten Gefühlen in die wohlverdienten Ferien verabschieden. Aber für Lisi sollte es als „Local” kein Problem darstellen, in ihrem großen Freundeskreis in Südtirol einen Partner für den Durchstieg zu finden. Ein weiterer Versuch mit Gery Unterassinger sollte jedoch an den nassen Wandverhältnissen scheitern.

Am 28. August wollte Lisi einen erneuten Versuch starten, diesmal mit ihrem Freund Felix Tschurtschenthaler. Auch diesmal war es kaum wärmer als schon am erfolgreichen 17. August. Doch Felix tat sein bestes, um Lisi zu unterstützen und zu ermutigen, nicht den Glauben an sich zu verlieren. Mit seiner Überzeugungskraft und ihrem Durchhaltevermögen konnte Lisi dann tatsächlich – nach einem Sturz in der 1. und 2. Seillänge, die sie jeweils wiederholte – alle Seillängen punkten. Als Ines die Nachricht über den erfolgreichen Durchstieg am nächsten Morgen in Spanien erreichte, war diese mehr als glücklich und freute sich für die Freundin. Nichts hatten die Beiden sich mehr gewünscht, als gemeinsam das Projekt noch in diesem Jahr erfolgreich abzuschließen! Nachträglich lässt sich zu ihrem Vorhaben anmerken, dass die Schwierigkeiten der Route „Ohne Rauch stirbst du auch“ nicht extraorbitant hoch sind und sie aus diesem Grund ihr Projekt möglicherweise ein wenig zu leger angegangen sind. Die Große Zinne Nordwand verlangt die volle Aufmerksamkeit eines Kletterers und lässt sich weder zwischen Tür und Angel, zwischen Job und Verpflichtungen noch zwischen einem Wettertief und dem Nächsten schnell erobern. Für ein solches Projekt müssen jegliche Bedingungen stimmen und perfekt sein, so sind sie nun umso glücklicher, ihrVorhaben realisiert zu haben – beide!

Ihre nächste Reise soll nun nach Marokko in den hohen Atlas gehen. Ab Ende Oktober werden sie sich an der freien Begehung ihrer gemeinsamen Erstbegehung „AZAZAR“ im Jahr 2013 in Taghia versuchen.
Sie danken ihrem gemeinsamen Sponsor Arc´teryx dafür, dass der Glaube an sie nicht aufgegeben wurde und sie bei ihrem Projekt in der Großen Zinne Nordwand nicht erfroren sind;)

Fotos: Frank Kretschmann (Wand), Franz Walter (Gipfel) und Michi Wohlleben (Team in der Wand- aus der Ferne)

Text: Lisa Lindner

Bernhard Roeck ist Junioren Weltmeister

Red Chili Blog, 23. September 2014

Nachdem seine Schwester vor kurzem den berühmten Rockmaster in Arco gewonnen hatte, ließ Bernhard nichts anbrennen und holte sich mit einer Höhe von 47+ bei einem sehr starken Wettkampf den Sieg bei den Junioren, während der Jugendweltmeisterschaften 2014.

Wir sind stolz so starke Kletterer in unserem Team zu haben und gratulieren!

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